Rudolstadt darf nicht abgekoppelt werden!

Update: Inzwischen gibt es ein Bündnis für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, das sich für die Belange der Anbindung an die Bahn in unserer Region stark macht. [/Update]
 
Kürzlich wurden die Pläne für die neuen Zuganbindungen in Thüringen bekannt: www.nvsthueringen.de.
Wenn man sich das einmal genau anschaut, kommt man schnell zu dem Fazit, daß an der Saale-Strecke künftig vieles auf der Strecke bleiben soll. Für Rudolstadt heißt das u.a. wesentlich längere Fahrtzeiten und viele Umstiege, wenn man mit der Bahn nicht nur bis nach Saalfeld oder Jena und zurück will. Und selbst das wird insbesondere in den frühen Morgen- und späten Abendstunden komplizierter bis unmöglich. Auch tagsüber sind die Verbindungen stark ausgedünnt.
Da nützt es uns überhaupt nichts, wenn zwischen Erfurt und Berlin eine direkte und schnelle Verbindung besteht. Um nach Erfurt zu gelangen, muß man von Rudolstadt aus entweder mit dem Auto mehr als eine Stunde fahren und dort einen preiswerten Parkplatz suchen oder mit mehreren Umstiegen innerhalb von zwei bis drei Stunden mit verschiedenen Zügen fahren bzw. zwischendurch auf Umsteigebahnhöfen ohne Direktanschlüsse auf den jeweils nächsten Nahverkehrszug warten. Mit dem Auto ist man von Rudolstadt aus bei durchschnittlichen Straßenverkehrsbedingungen in circa drei Stunden in Berlin. ...
Anschlüsse zu Fernzügen gibt es, wenn überhaupt, nur noch über große Umwege. Es scheint so, als sollte Rudolstadt vom Bahnverkehr abgekoppelt werden.
Genau das darf nicht passieren! Noch bis 1. März 2015 kann man Bendenken und Anfragen dazu an info@nvsthueringen.de schicken. Davon sollten möglichst Viele Gebrauch machen, auch wenn man darauf nur eine Standardantwort erhält. Je mehr die Bahngesellschaft darüber benachrichtigen, daß Rudolstadt und Umgebung die nahezu komplette Abkopplung vom Bahnverkehr droht, um so eher bestehen Rettungschancen.
Als Rudolstadt 1875 an die Saale-Eisenbahn angeschlossen wurde, erfolgte hier ein enormer wirtschaftlicher Aufschwung. Mit den neuen, künftig noch mehr ausgedünnten Fahrplänen, nach denen ICEs weder über Jena, und schon gar nicht über Saalfeld direkt erreichbar sind, und alle anderen weiter entfernten Strecken ebenfalls nur noch mit sehr langen zusätzlichen Fahrzeiten und sehr vielen Umstiegen erreichbar sind, und selbst zwischen Jena und Saalfeld weniger Züge fahren, wird ein erheblicher wirtschaftlicher Abschwung verbunden sein. Für Touristen ist Rudolstadt dann noch schlechter per Bahn erreichbar.

Ich hoffe, es gibt genügend Proteste gegen eine solche Abkopplung Rudolstadts!!!
 

Rudolstadt nicht abkoppeln!
Rudolstadt liegt leider fernab der Mitte-Deutschland-Verbindung, muß aber trotzdem per Bahn erreichbar bleiben!




 
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