Interessanter Vortrag über mittelalterliche Wege und Furten in und um Rudolstadt


Am Donnerstag, dem 8. November 2012 fand im Saal des Alten Rathauses Rudolstadts in der Stiftsgasse ein interessanter Vortrag über die Entwicklung von Wegen, Straßen und Furten in und um Rudolstadt zwischen 8. und 16. Jahrhundert statt. Er wurde gehalten von Prof. Schmigalla, der sich ausgiebig mit den frühen Verbindungswegen von, nach und in Rudolstadt, sowie deren Nachweis- und Belegbarkeiten beschäftigt hatte. Er ging u.a. auf ehemalige Höhenwege, Flußquerungen, insbesondere die beiden Rudolstädter Furten über die Saale, erste Straßenverläufe u.v.m. ein.
Einige Spuren, wie z.B. die Hohlwegbündel bei Naundorf und die Form der Rudolstädter Strumpfgasse sind heute noch direkt nachweisbar.
Auch der Verlauf der Furten über die Saale und die Fernverbindungswege beispielsweise zwischen Erfurt, Rudolstadt und Hof ("Böhmische Trasse"), sowie die "Kupferstraße von Eisleben über Rudolstadt nach Nürnberg, die Wege von Arnstadt über Rudolstadt ins ehemalige Slawengebiet, ... lassen sich plausibel nachvollziehen.
Einige Flurbezeichnungen wie z.B. "Frankenstieg" auf der Strecke von Remda über Pflanzwirbach und die Marktleite (wo sich heute das Tierheim befindet) nach Rudolstadt oder "Im Winkel" nach Überquerung der östlichen Saale-Furt von Rudolstadt sind sogar noch heute erhalten.
 
Der Vortrag war ein Auszug aus einem größeren Aufsatz des Vortragenden und wird demnächst in gedruckter Form veröffentlicht.
Eingeladen zu diesem interessanten Vortragsabend hatte das Stadtarchiv Rudolstadts.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht, es mußten sogar noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden.
 

Blick zum Alten Rathaus Rudolstadt
Blick zum Alten Rathaus Rudolstadt


 

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